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Geschichte

 

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So fing alles an.

Willetstetten ist eine kleine Ortsstelle zwischen den Ortschaften Beucherling und Kiesried.
Politisch gesehen gehört Willetstetten heute zur Gemeinde Zell im Landkreis Cham/Oberpfalz/Bayern.

Die Historiker sagen, dass früher zur Ortschaft drei Hofstellen gehörten, die ursprünglich ein Besitz waren. Dies konnte man sehr gut an den Hausnummern ablesen.

Der Willetstettner hatte die Nummer 22, d.h. es war die älteste Hofstelle.
Der "Mühlbauer" (Glück) die Nummer 22 ½ und (Hallermeier) 22 1/3 , d.h. diese Hofstellen gehörten zum Hof des Willetstettners.


Es waren vermutlich "Inleute" (Nebenhäusler die als Tagelöhner auf dem größeren ländlichen Anwesen arbeiteten).

Namenkundliche und siedlungsgeschichtliche Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass der Ort eine Gründung der Ausbauzeit Ende des 8. Jahrhunderts n. Chr. ist. Spätestens aber dürfte
er zwischen 800 - 900 n. Chr. entstanden sein.

Sie geht auf einen Willihalm (=Wilhelm) oder Willihart zurück. Dies dürfte der Name des 1. Besitzers von Willetstetten gewesen sein.
Dass die Siedlung von etlicher Bedeutung war, zeigt sich darin, dass sie ein Ministerialensitz, also der Stammsitz eines Adeligen wurde. So wird in einem Schriftstück aus dem Jahre 1369 ein
"Pilgrem unser Vetter von Wilhesteten" genannt.

Willetstetten lag stets auf pfälzischem (=oberpfälzischen) Gebiet und gehörte seit 1329 zum Pflegamt Wetterfeld.

Seit 1672 heißt der Ort "Willetstetten" und aus dieser Zeit dürfte auch schon die heutige Hofform stammen.

Bablhof ca. 1935

Der Bablhof um 1935

Bablhof ca. 1955

Der Bablhof um 1955

Willetstetten, 1 Anwesen, Hofmarkherrschaft 1/1 Hof

Besitzer: Freiherr von Frank

- u.a. Oberzell (28 Häuser), Willetstetten (1), Aletswind (3), Beucherling (4), Thannhöfl (1), Köstl (1), Withswies (1)

Steuerdistrikt (Neuordnung von 1808)

Beucherling, Loibling, Imhof, Roithof, Hermannsdorf, Krigling, Keer, Angstall, Oberraning, Unterraning, Eppenhof, Zell, Kiesried, Alletswind, Dammberg, Willetstetten

Seelenzahl: 488

Zusammenlegung von 3 Steuerdistrikten aufgrund der Anwohnerzahl

Unmittelbare landgerichtliche Ruralgemeinden

Geresdorf, Dechantanger, Doberg, Kiesried, Steinhof, Steinmühle, Waffenhof, Willetstetten (2Familien)

Das 1821 als selbständiger Grund aufgeführte Geresdorf (mit Dechantanger, Doberg, Kiesried, Steinhof, Steinmühle, Waffenhof, Willetstetten) wurde zwischen 1821 und 1840 in die Gemeinde Beucherling eingemeindet. Später, am 1.7.1971 in die Gemeinde Unterzell.

Willetstetten soll, einer anderen Deutung nach, auf eine "Wohnstätte" hinweisen.

Anmerkung: O.a. Daten wurden der staatlichen Bibliothek Regensburg entnommen.

 

Der Bablhof 1980


Letzte Bearbeitung dieser Seite: 05.08.2001