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Die
einzigartige Lage der Dreiflüssestadt Passau am Zusammenfluss von
Donau, Inn und Ilz und eine über 2000jährige Geschichte haben die
Stadt berühmt gemacht.
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Flusskilometer: |
Beschreibung: |
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2226
Die Flusskilometer werden an der Donau von der
Mündung an gerechent. |
Passau. In vorchristlicher Zeit entstand die Keltensiedlung Bojodurum.
Von etwa 80 bis 476 n. Chr. herrschten die Römer und errichteten die
Kastelle Bojodurum, Boiotro und Batavis. Im Frühmittelalter besiedelten
die Bajuwaren die Stadt Pazzawe. 739 wurde Passau Bischofssitz. In
Passau wurde im 12. Jahrhundert das Nibelungenlied niedergeschrieben.
1217 wurde Passau Hauptstadt des flächenmäßig größten aller Fürstbistümer.
Die Bistumsgrenzen dehnten sich aus bis weit nach Ungarn hinein. Der
Passauer Dom ist die Mutterkirche des St. Stephansdoms in Wien. Passaus
fürstbischöfliche Zeit endete 1803, als es zum Kurfürstentum Bayern
kam. |
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2225 |
Nach dem Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz weitet sich der Fluss zum großen
Strom. |
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2223 |
Rechts
bei der Kräutelsteiner Eisenbahnbrücke befindet sich die deutsch-österreichische
Grenzstation Achleiten. Ab hier ist das rechte Donauufer österreichisch.
Das linke Donauufer ist noch 21 km lang bayerisches Gebiet. Die Donau
bildet also die Grenze.
Weiter talabwärts verengt sich das Donautal. Die bewaldeten Berghänge
treten näher an das Ufer heran. |
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2215 |
Rechts
auf einer steil abfallenden Felswand sehen Sie die Burg Krämpelstein.
Sie war lange Zeit eine Mautburg der Passauer Fürstbischöfe, später
Raubrittersitz. Der Volksmund nennt sie auch „Schneiderschlößl“.
Ein Schneider soll mit einer Ziege, die ihm in seiner Einsamkeit
Gesellschafterin war und von deren Milch er sich ernährte, im Schloss
gehaust haben. Als die Ziege starb, wollte er ihren Körper in den
Fluten der Donau begraben. Aber das Tier verfing sich mit seinen Hörnern
in der Kleidung des Schneiders und riss ihn mit sich in den Abgrund.
Seitdem - so lautet der schaurige Schluss der Sage — hört man um
Mitternacht aus den Tiefen der Donau herauf Ziege und Schneider um die
Wette meckern. |
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2210 |
Links
kommen die Rokokokirche und das ehemals fürstbischöflich-passauische
Wehrschloss des schön gelegenen Marktes Obernzell in Sicht. Der Heilige
Severin ließ in dieser Gegend zahlreiche Einsiedlerzellen bauen. Namen
wie „Obernzell“, „Engelhartszell“, „Innzell“ erinnern daran. |
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2207 |
Am
Abhang des 876 Meter hohen Haugstein erhebt sich die alte Trutzburg
Vichtenstein. Sie war einst im Besitz des Grafen Wasserburg-Plein-Vichtenstein,
ging 1226 an das Hochstift Passau über, wurde 1803 österreichischer
Staatsbesitz und kam dann in Privathände. Der vierseitige,
alleinstehende romanische Bergfried und der mit Ecktürmen bewehrte
Hauptbau aus dem 16. Jahrhundert bilden zusammen eine geschlossene prächtige
Burganlage. Dieses Gebiet mit den ausgedehnten Wäldern wird auch
"Sauwald" genannt. |
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2202,8 |
Bald
kommt das Kraftwerk Jochenstein in Sicht. Es wurde 1952-1956 als
Gemeinschaftsprojekt von Bayern und Osterreich erbaut. Die beiden
Schleusenkammern sind je 240 m lang und 24 m breit. Das Schiff wird in
20 Minuten um ca. 11 m gesenkt. Rechts an die Schleusenanlagen schließt
sich die Krafthaushalle mit den 5 Turbinen an. Pro Jahr erzeugt das
Donaukraftwerk Jochenstein ungefähr eine Milliarde Kilowattstunden
Strom. An das Krafthaus grenzen rechts die Wehranlagen. Sie dienen zum
Aufstau der Donau und zum Regulieren der Wasserhöhe bei Hochwasser.
Jochenstein
wurde aber nicht nur gebaut, um billige Energie zu gewinnen. Ein
weiterer Baugrund war die Überflutung gefährlicher Felsen, die häufig
zu Schiffsunglücken führten. Das sogenannte "Jochensteiner
Kachlet“ war eine breite Felsbarriere im Strom und stellte ein
schweres Schifffahrtshindernis dar, das durch die Überflutung beseitigt
wurde. |
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2202,8 |
Heute
ragt noch der Jochensteinfelsen als höchste Stelle aus dem Wasser
hervor. Der Sage nach hatte die Nixe „Isa“ hier ein Felsenschloss.
Sie ist die Loreley der Donau. Bei Nebel, wenn die Schiffer in Gefahr
gerieten, wurden sie von „Isa“ gewarnt und sie wies ihnen den Weg.
Nur in Vollmondnächten wurde die sonst hilfreiche Nixe zur Gefahr. Mit
ihrem betörenden Gesang verwirrte sie die Schiffsleute und manches
Schiff kenterte. |
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2201,77 |
Am
linken Ufer mündet der Dantelbach in die Donau. Hier verläuft die
Staatsgrenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Österreich. Ab
hier ist die Donau an beiden Ufern österreichisch. |
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2200,57 |
Am
rechten Ufer liegt die Schiffsstation Engelhartszell. Das Kloster
Engelszell wurde 1293 von Bischof Bernhard von Passau als
Zisterzienserkloster gestiftet. Nachdem alle Mönche von der Pest
hinweggerafft worden waren, blieb das Kloster bis nach dem oberösterreichischen
Bauernkrieg unbewohnt. Bald nach seiner Wiederherstellung brannte es
vollständig ab. 1754-1763 wurde es in seiner heutigen Gestalt erbaut.
Es ist bekannt wegen seiner Rokokokirche und der guten Klosterliköre,
die hier von den Brüdern des Trappistenordens hergestellt werden.
Engelhartszell liegt am Eingang des „Passauer Tals“, das von hier
bis Aschach reicht |
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