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Abschnitt 3

 

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Von Linz nach Ybbs

Linz, Anleger für Linienschiffe

Flusskilometer:

Beschreibung:

2127 Am rechten Ufer von Linz reihen sich Winterhafen, Ölhafen und die Häfen der Vereinigten Österreichischen Stahlwerke (VOEST) aneinander. Fünf Kilometer entlang der Donau liegen die Anlagen der Chemie­und Ölfirmen, der Stahlwerke und zahlreicher weiterer Industriebetriebe.
2119 Das Donaukraftwerk Abwinden-Asten ist die erste von sechs Staustufen zwischen Linz und Wien. Die Doppelschleusen sind je 240 m lang, 24 m breit, die Stauhöhe beträgt hier 10,7 m.

Naturschutzgebiet

Naturschutzgebiet
2112 Mauthausen, dessen großes Mauthaus an das rege Salzgeschäft und die Mautrechte erinnert, wird von Friedrich Barbarossa im Jahre 1189 angezündet, da es von kaiserlichen Kreuzrittern Maut begehrt hatte. Als Ersatz für den unmöglichen von Karl IV, Ferdinand II und Maria Theresia geplanten Moldau-Donau-Kanal begann 1835 Ritter von Gerstner eine Eisenbahn nach Budweis zu bauen. Rechts mündet die Enns in die Donau. Sie ist 320 km lang und entspringt in den Radstätter Tauern. In der Ennsmündung liegen umfangreiche Hafenanlagen. 1945 bildete die Enns die Grenze zwischen der sowjetischen und amerikanischen Besatzungszone. Enns, das römische Lauriacum, soll die älteste Stadt Österreichs sein. Das Wahrzeichen von Enns, der Stadtturm, ist weithin sichtbar.

Nicht unerwähnt soll die Gedenkstätte bleiben. Während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft starben im Konzentrationslager Mauthausen 123 000 Menschen.

2093 Das Schloss Wallsee wurde 1362 von den Herren von Wallsee, einem mächtigen schwäbischem Adelsgeschlecht, das mit den Habsburgern ins Land gekommen war, erbaut. Archäologische Funde bezeugen römische Ansiedlungen.
2072 Die Greinburg wurde aufgrund der Böhmenkriege 1489 erbaut. Die Nachbarorte Waldhausen und Klamm waren vernichtet. Grein hat schon während der Hussitenkriege (1428) schwer gelitten. Der tschechische Söldnerführer Rubik von Hlavotez ließ die Stadt in Flammen aufgehen. Grein mit seiner Kirche wird im Jahre 1142 als "Grine" erstmals urkundlich erwähnt. Seine Entstehung und sein Aufblühen ist vor allem der vorteilhaften Lage am Strom und der Nähe bei den für die Schifffahrt so gefährlichen Wirbel und Strudel zu verdanken. Salz-, Wein-, Getreidehandel und Lotsendienste durch die gefährliche Stromstrecke waren die Grundlage für die gute Entwicklung. Um sie vor einem möglichen Untergang zu bewahren wurden wertvolle Waren vom Schiff auf Wagen und Karren umgeladen und über Land weiterbefördert.

Grein ist auch das Tor zur Wachau.

Camping Willersbach, eine Schweizerin in der Nachbarschaft

In Willersbach, ca. 10 km vor Ybbs, endete für mich der 3. Tag. 68 km waren zurückgelegt. Der Campingplatz am Hafen war gut und sauber. 

 

Ein Berliner beim Küchendienst.

2060 Staustufe Ybbs-Persenbeug, (Stauhöhe 12,0 m) erbaut in den 50-er Jahren
2059 Ybbs, römisches Kastell Adjuvense wird schon in der karolingischen Zeit als Ipusa urkundlich erwähnt. Im 10. Jahrhundert ebenso wie Persenbeug im Besitz der Grafen von Ebersberg gelangte der Ort nach deren Aussterben an die Babenberger und später an Herzog Albrecht, den Sohn Rudolfs von Habsburg. Hatte der Ort schon im 12. Jahrhundert durch den aufblühenden Donauhandel bedeutende Förderung erfahren, so fällt ein weiterer Aufschwung, der vor allem mit der Eisenindustrie des Ybbstales zusammenhängt, ins 14. Jahrhundert. Ein Versuch der türkischen Vorhut, die Stadt zu erobern (1529) scheiterte an der tapferen Abwehr der Bürger.
 
 
Copyright © 2001 G. Glitschenstein
Stand: 22. August 2006